Die Macht der Vitamine

Das kleine 1×1 der Vitamine  (Teil 1)
Was sind Vitamine?      
Rainbow heart of fruits and vegetables
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Sie gehören zu den Nahrungsbestandteilen, die für die Funktion des menschlichen Organismus lebenswichtig (essenziell) sind. Das steckt schon im Namen: Das lateinische Wort „vita“ bedeutet „Leben“. Mit Ausnahme von Vitamin D stellt der Körper Vitamine nicht selbst her, sondern holt sie sich über die Nahrung.

Vitamine sind lebensnotwendige Nahrungsbestandteile, die dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Sie liefern keine Energie, sind aber für viele Stoffwechselprozesse sowie für gesundes Wachsen und Gedeihen unentbehrlich. Dabei genügen meist winzige Mengen, um Enormes zu leisten!

Wie viele Vitamine gibt es?

Insgesamt gibt es 13 Vitamine. Darüber hinaus existieren sogenannte Provitamine. Das sind Vitaminvorstufen, die der Organismus in die entsprechenden Vitamine umbauen kann. So wird beispielsweise Beta-Carotin im Körper in Vitamin A umgewandelt.

Warum und wann Vitamine?

Wie auch Mineralstoffe liefern Vitamine keine Energie. Ohne sie ist der Mensch aber weder leistungs- noch lebensfähig. Im Körper erfüllen sie verschiedenste Aufgaben: Vitamine sind an der Gewinnung von Energie aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß beteiligt sowie am Aufbau von Hormonen, Enzymen und Blutkörperchen. So schützen sie vor Schadstoffen, helfen bei der Verwertung von Nährstoffen, und steuern biochemische Abläufe.

Beeinflusst wird unser aktueller Vitaminbedarf und somit auch Vitamin-Spiegel von Alter und Lebenssituation. Mit steigendem Alter lässt die körpereigene Produktion an Vitamin D beispielsweise nach – und der Bedarf steigt. Stress, schädliche Umwelteinflüsse und Infektionen können den Bedarf an Vitamin C und B-Vitaminen erhöhen.

Frauen benötigen zudem in der Schwangerschaft mehr Folsäure, also Vitamin B9. Daneben kann Dein Vitaminspiegel auch durch Krankheiten und die Einnahme von Medikamenten beeinflusst werden. So senken beispielsweise bestimmte Blutverdünner den Vitamin K Spiegel.

Welche Wirkungen haben Vitamine?

Die Funktionen und Wirkungen der Vitamine sind vielfältig und bedingen einander oftmals, daher ist es so wichtig für die Gesundheit, dass alle Vitamine in ausreichendem Maße vorhanden sind. Als lebenswichtige Mikronährstoffe haben die Substanzen Einfluss auf:

Das Immunsystem: Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist Vitamin C. Aber auch die Vitamine A und B5 – unter anderem – spielen bei der Abwehr von Krankheiten entscheidende Rollen.

Blutgerinnung: Allen voran Vitamin K ist an der Blutgerinnung beteiligt, ein Mangel kann hier also zu Störungen führen.

Nervensystem: Nicht nur die Funktion des Gehirns, auch die Reizleitung und die Signalübertragung hängt von einer guten Vitaminversorgung ab. Vor allem B Vitamine sind hierfür entscheidend.

Haut, Bindegewebe, Schleimhäute und Nägel: Die Vitamine A, C, D, E und mehrere B Vitamine sind verantwortlich für die Gesundheit der Haut. Sie schützen sie vor schädlichen Einflüssen, sorgen für die Regeneration und erhalten die Elastizität aufrecht. Fehlen die Vitalstoffe, leidet aber nicht nur die Haut. Auch Nägel, Schleimhäute und das Bindegewebe zeigen das Defizit dann deutlich.

Augen und Sehkraft: Vitamin A gilt als das Augenvitamin schlechthin. Kein Wunder, denn dieser Mikronährstoff hat einen entscheidenden Einfluss auf Sehkraft und die Gesundheit der Augen.

Knochengesundheit: Vitamine regulieren das Knochenwachstum und sind an der Knochendichte beteiligt. Fehlt beispielsweise Vitamin D, wird alles Kalzium der Welt eine Osteoporose nicht verhindern können – denn für den Einbau der Mineralien sind einige Vitalstoffe unerlässlich.

Zellschutz: Tagtäglich sind alle Zellen des Körpers schädlichen Stoffen, darunter die sogenannten freie Radikale, ausgesetzt. Vitamine können deren zerstörende Wirkung reduzieren, tragen aber auch auf andere Weise zu Zellgesundheit bei.

Organfunktionen: Für reibungslose Abläufe und die gesunde Organfunktion sind Vitamine essenziell. Die Substanzen wirken regulierend auf Prozesse und stellen daher ein Gleichgewicht her.

Der Stoffwechsel: Die Aufnahme, der Stoffwechsel und die Verstoffwechslung von Nährstoffen hängt von Vitaminen ab. So kann beispielsweise Vitamin C die Aufnahme von Eisen erhöhen. Andererseits sind Vitamine aber auch selbst darauf angewiesen, dass beispielsweise Fettsäuren für ihre Aufnahme zur Verfügung stehen.

Welche Vitamine gibt es?

Fettlösliche Vitamine sind im Körper im Fettgewebe speicherbar. Zu ihnen zählen Vitamin A, D, E und K. Die fettlöslichen Vitamine kommen nicht nur in Fetten und Ölen vor. Sie stecken auch in vielen fettarmen Lebensmitteln. Ausgenommen ist Vitamin E, das hauptsächlich in Pflanzenölen enthalten ist.

Wasserlösliche Vitamine kann der Körper nicht speichern, darum ist eine regelmäßige, ausreichende Versorgung wichtig. Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören Vitamin C, die Vitamine der B-Gruppe, Folsäure, Biotin, Niacin und Pantothensäure.

Damit die wasserlöslichen Vitamine optimal aufgenommen werden können, ist eine intakte Dünndarmschleimhaut wichtig. Im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen besteht bei wasserlöslichen Vertretern kaum die Gefahr einer Überdosierung: Weil der Körper sie nicht speichern kann, wird bei hoher Zufuhr der Überschuss einfach über die Nieren ausgeschieden

 

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